Iranian Filmfestival Cologne - Laterna Magica - فانوس خیال - 1.

1. Iranisches Dekumentarfilmfestival Köln

اولین فستیوال فیلم های مستند ایرانی کلن




Iranian Filmfestival Cologne - Laterna Magica - فانوس خیال - 1.

1. IRANISCHES DEKUMENTARFILMFESTIVAL KÖLN

اولین فستیوال فیلم های مستند ایرانی کلن



Preisverleihung 5. Iranian Filmfestival Cologne am 21. Mai 2018

Preisverleihung 5. Iranian Filmfestival Cologne am 21. Mai 2018

5. Iranian Filmfestival Cologne endet mit emotionaler Preisverleihung

Publikumspreis an „Untaken Paths/ Mali va Rah-Hay-E Narafteh-Ash“ von Tahmineh Milani; Hauptpreis an „Soheila No 17/ Shomareye 17 Soheila“ von Mahmoud Ghaffari am 21. Mai 2018 im Kölner Odeon-Kino

Foto oben: Publikumspreis-Preisträgerin Tahmineh Milani nimmt den Preis von Kurator Dr. Josef Schnelle entgegen.

„Ich habe noch nie so viele iranische Filme in einem Zug gesehen. Was ich da sehe ist ein hervorragendes Spektrum. Wir schämen uns, dass wir nur zwei Preise zur Verfügung hatten, da fast jeder unserer Teilnehmer einen Preis verdient hätte“, sagte Jurypräsident Thomas Mauch, Kameramann von Werner Herzog, Edgar Reitz u.a. in einem der vielen Gespräche am Rande des Festivals, zu dem rund 20 Regisseure und Produzenten aus dem Iran gekommen waren. Die Jury entschied sich für „Soheila No 17 / Shomareye 17“ von Mahmoud Ghaffari, der die speziellen Tücken der Partnersuche im Iran thematisiert. Als bester Kurzfilm wurde Arman Khansarians „Teal / Sabz e Kalle Ghazi“ ausgezeichnet. Erstmals wurde auch ein Publikumspreis verliehen. Dieser ging an Tahmineh Milanis heftig diskutierten Film „Untaken Paths/ Mali va Rah-E Narafteh-Ash“, der von häuslicher Gewalt handelt.


Ghaffari konnte der Verleihung selbst nicht beiwohnen, Managing Director Siamak Poursharif (re.) nahm den Preis stellvertretend von Juryleiter Thomas Mauch entgegen.

Es wurde viel diskutiert an diesen fünf Tagen, in denen die Kölner Südstadt im Zeichen des iranischen Kinos und der Sorgen und Nöte der IranerInnen stand. Die im Programm des Festivals gezeigten Filme (beginnend mit dem Berlinale-Aufreger „Pig“ von Mani Haghighi) überraschten zahlreiche BesucherInnen durch ihre handwerkliche Qualität und die thematischen Variationen. Von der schwierigen Partnersuche in „Soheila No 17 / Shomareye 17 Soheila“ von Mahmoud Ghaffari bis zu dem komplett in der Turksprache Azeri gedrehten Film „The Home“ von Asghare Yousefi Nejad spannte sich der Bogen. Dem eigenwilligen Stilisten Shahram Mokri war ein Fokus von insgesamt vier Filmen gewidmet. Bei der emotionalen Preisverleihung vor dem Abschlussfilm „A Man of Integrity“ von Mohammad Rasoulof, der im Iran nicht gezeigt werden kann, glänzte Irans führende feministische Filmemacherin Tahmineh Milani, die gerührt und begeistert war, als sie den neuen Publikumspreis für ihr Drama vom Schicksal einer Frau im Iran „Untaken Paths Mali va Rah-Hay-E Narafteh-Ash“ entgegen nahm.

Preisträger bester Kurzfilm: Arman Khansarian (mitte)

Besonders gelobt wurde von allen ZuschauerInnen auch der neue Ort, das Odeon-Kino in der Kölner Südstadt mit seiner besonderen Atmosphäre, sowie die anregenden Publikumsgespräche nach jedem Film, moderiert vom neuen Kurator des Festivals, Dr. Josef Schnelle. Managing Director Siamak Poursharif, der das Programm zusammen mit Majjid Berzegar und Dr. Josef Schnelle zusammengestellt hatte, sagte: „Die zahlreichen Gäste waren begeistert von der offenen Atmosphäre. Wir sind dabei, eine ganz neue Plattform für das iranische Kino in Deutschland zu schaffen.“

Begründung der Jury für den Kurzfilmpreis für „Teal / Sabz e Kalle Ghazi“ von Arman Khansarian: „Ein moderner Film, der das verkörpert was das neue, junge iranische Kino ausmacht. Khansarians Erzählweise ist in seiner Art sehr prägend und einzigartig, welche sehr humorvoll und prägnant vorgetragen wird.“

Begründung der Jury für den Langspielfilmpreis für „Soheila No 17 / Shomareye 17 Soheila“ von Mahmoud Ghaffari: „Der Film zeigt die ungeheuer schöne Parallelität der Gesellschaft des Irans mit all ihren Verzögerungen und Möglichkeiten auf. Das Ende, das wir alle sehr geliebt haben, stellt klar, dass es nicht genügt, Entscheidungen fällen zu können. Man muss diese Entscheidungen auch im richtigen Moment vollziehen. Noch nie haben wir einen Film erlebt, in dem gleichzeitig so viele Tabus verletzt werden. Wir verneigen uns vor der iranischen Gesellschaft und wünschen ihr alles Beste für die Zukunft.“